Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom hat sich die Lizenzpolitik grundlegend geändert: weg von Dauerlizenzen, hin zu Abo-Bündeln mit höheren Mindestabnahmen. Für viele kleine und mittlere Betriebe sind die Kosten dadurch spürbar gestiegen. Die gute Nachricht: Mit Proxmox VE gibt es eine ausgereifte, quelloffene Alternative, und der Umzug ist gut planbar.

Was sich bei VMware geändert hat

Broadcom hat das VMware-Portfolio nach der Übernahme stark umgebaut. Einzelprodukte sind in Abo-Bündeln aufgegangen, unbefristete Lizenzen werden nicht mehr verkauft, und die Abrechnung hat sich verschoben. Wer bisher mit einer überschaubaren vSphere-Lizenz gefahren ist, findet sich teils in deutlich größeren Paketen wieder.

Für Konzerne ist das verkraftbar. Für einen Handwerks- oder Mittelstandsbetrieb mit ein, zwei Hosts sprengt es schnell das IT-Budget, ohne dass ein technischer Mehrwert dahintersteht.

Konkret heißt das: Unbefristete Lizenzen werden nicht mehr verkauft, abgerechnet wird im Jahresabo pro Prozessorkern, mit einer Mindestlizenzierung von 16 Kernen je CPU. Wer einen Host mit schwach bestückten Prozessoren betreibt, zahlt also für Kerne, die gar nicht im Server stecken.

Wie deutlich die Rechnung steigt, hängt stark vom Einzelfall ab. Der europäische Cloud-Verband CISPE hat bei seinen Mitgliedern Preissteigerungen von 800 % bis 1.500 % dokumentiert. Diese Werte stammen aus dem Umfeld großer Cloud-Anbieter und lassen sich nicht eins zu eins auf einen Mittelständler übertragen. Die Richtung ist aber überall dieselbe.

Hinweis: Lizenz- und Preismodelle von Broadcom ändern sich weiterhin, und Konditionen werden individuell verhandelt. Was für Ihre Umgebung gilt, prüfen wir im Einzelfall. Stand dieser Angaben: Juli 2026.

Was Proxmox kann, und was nicht

Proxmox VE ist eine offene Virtualisierungsplattform mit Weboberfläche. Sie kombiniert KVM für vollwertige virtuelle Maschinen mit LXC für schlanke Container und bringt Cluster, Live-Migration und mit dem Proxmox Backup Server ein durchdachtes Sicherungskonzept mit.

Ehrlich bleibt aber auch: Das Ökosystem rund um Proxmox ist kleiner als das von VMware, und manche spezialisierte Enterprise-Integration gibt es dort so nicht. Für den typischen KMU-Betrieb deckt Proxmox den Bedarf sehr gut ab. Wo eine bestimmte VMware-Funktion geschäftskritisch ist, sagen wir das offen und suchen die passende Lösung, statt etwas schönzureden.

Die Migration in fünf Schritten

  • Analyse der bestehenden Umgebung: Hosts, VMs, Speicher, Netzwerk und Abhängigkeiten aufnehmen.
  • Zielarchitektur planen: Hardware, Cluster-Aufbau und Backup-Strategie festlegen.
  • Testmigration: unkritische Systeme zuerst umziehen und prüfen.
  • Umzug der VMs: gestaffelt, mit klaren Wartungsfenstern.
  • Nachbereitung und Monitoring: Überwachung einrichten, Backups testen, Dokumentation übergeben.

Kostenvergleich

Der Vergleich lohnt sich über mehrere Jahre, nicht nur auf die erste Rechnung. Bei VMware stehen laufende Abo-Kosten im Vordergrund, bei Proxmox entfallen Lizenzgebühren; anfallen können ein optionaler Support-Abo-Vertrag und der einmalige Migrationsaufwand. Über die Gesamtbetriebskosten (TCO) rechnet sich der Wechsel für viele Betriebe bereits im ersten oder zweiten Jahr.

Proxmox VE selbst ist quelloffen und kostenfrei nutzbar. Für den Produktivbetrieb empfehlen wir dennoch eine Subscription, weil erst darüber das getestete Enterprise-Repository und der Herstellersupport zur Verfügung stehen. Abgerechnet wird pro belegtem CPU-Sockel und Jahr:

  • Community: 120 €*, Zugang zum Enterprise-Repository, Support über das Community-Forum.
  • Basic: 370 €*, 3 Support-Tickets pro Jahr, Reaktion innerhalb eines Arbeitstages.
  • Standard: 550 €*, 10 Tickets pro Jahr, Reaktion innerhalb von 4 Stunden.
  • Premium: 1.100 €*, unbegrenzte Tickets, Reaktion innerhalb von 2 Stunden.

Für einen typischen Zwei-Sockel-Server liegt der Einstieg damit im niedrigen dreistelligen Bereich pro Jahr. Das ist die Größenordnung, gegen die Sie Ihr VMware-Angebot halten sollten.

* Alle Preise netto zzgl. der jeweils gültigen gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen

Fremde Prozentwerte helfen nur begrenzt weiter, weil jede Umgebung anders lizenziert ist. Aussagekräftig wird es erst mit drei Angaben aus Ihrem Betrieb: Was stand auf der letzten Verlängerung, wie viele Kerne lizenzieren Sie, und wie viele davon nutzen Sie tatsächlich?

Diese drei Werte genügen uns für eine belastbare Gegenrechnung. Wir stellen die Kosten Ihrer bestehenden VMware-Umgebung den tatsächlichen Kosten einer Proxmox-Installation gegenüber, inklusive einmaligem Migrationsaufwand, damit Sie sehen, ab wann sich der Wechsel trägt.

Raus aus der Kostenfalle

Wir analysieren Ihre VMware-Umgebung, planen die Zielarchitektur und migrieren Schritt für Schritt auf Proxmox, ohne Ausfall im Betrieb.

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